Über uns

Das Projekt Gender Studies Revisited ist eine ehrenamtliche Inititiative. Wir sind zwei Absolventinnen der Leibniz UniversitĂ€t Hannover, die im Rahmen ihres Studiums die Möglichkeit hatten, sich intensiv mit wissenschaftlichen Fragestellungen rund um Frauen- und Geschlechterforschung auseinanderzusetzen, und dieses Thema dadurch fĂŒr sich entdeckt haben.

Diese Möglichkeit wurde in den letzten Jahren immer weiter eingeschrĂ€nkt: Das Studienprogramm der Gender Studies “Gesellschaftliche Transformationen und GeschlechterverhĂ€ltnisse” der Philosophischen FakultĂ€t wurde abgeschafft, Seminare und Vorlesungen zu Frauen- und Geschlechterforschung wurden weniger und seit Ende 2010 sollen Studierende, die sich mit diesen Fragen beschĂ€ftigen wollen, dies im Rahmen einzelner Veranstaltungen mit sogenanntem ‘Gender Aspekt’ – also Seminaren, die ‘Geschlecht’ als eine Kategorie unter vielen weiteren behandeln – tun. So wurde aus einem zusammenhĂ€ngenden transdisziplinĂ€ren Forschungsschwerpunkt ein vereinzeltes und dezentrales Angebot ohne inhaltliche BĂŒndelung oder verbindende Diskussionsforen. Schwerwiegend war hierbei die Grundsatzentscheidung der Philosophischen FakultĂ€t, die zentralen BĂŒndelungsprofessuren des Gender Studies Forschungsschwerpunktes umzuwidmen in andere soziologische Themenbereiche. Hierdurch ist jener forschungsstarke Studienbereich eingestampft worden, an dem vor kurzem noch internationale GrĂ¶ĂŸen der Geschlechterforschung gelehrt haben.

In unserer Vorlesungsreihe Gender Studies Revisited haben wir vor diesem Hintergrund einen kritischen Blick auf Vergangenheit und Zukunft der Gender Studies an der Leibniz UniversitĂ€t Hannover geworfen und dabei vor allem das in den Blick genommen, was im Rahmen dieses Studienprogrammes entstanden ist: die Projekte der Studierenden. Neben dem Blick auf die konkreten wissenschaftlichen Arbeiten, haben wir in unserer Vorlesungsreihe einen Raum dafĂŒr eröffnet, um ĂŒber Perspektiven der Frauen- und Geschlechterforschung an der Uni Hannover zu diskutieren und zu fragen, wie eine geschlechtersensible UniversitĂ€t aussehen kann. Derzeit arbeiten wir an einer Veröffentlichung der BeitrĂ€ge im Rahmen der Reihe und organisieren darĂŒber hinaus in loser Reihenfolge weitere Veranstaltungen und VortrĂ€ge.