Veranstaltungen
Alles BIO? Oder was? Der kontrolliert biologische Mensch
Eine Reihe zur Kritik der Biologisierung der Subjektivität und der Ausblendung gesellschaftlicher Herrschafts- und Gewaltverhältnisse organisiert durch lifeKritik e.V. in Kooperation mit dem AStA der Uni Hannover, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen, der Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie an der LUH und Gender Studies Revisited.
Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19.00 Uhr und finden Im Moore 21 (Vorderhaus) statt. Mehr Informationen zur Reihe und auch der Flyer sind auf den Seiten des AK ANNA zu finden.
6.5.2013
Alles BIO?
Unterschiedliche Erkenntnisgegenstände erfordern unterschiedliche wissenschaftliche Zugänge. Die Gleichschaltung der Methoden unter naturwissenschaftlich-mathematischen Vorzeichen ersetzt kritisch rationale Wissenschaft durch Ideologieproduktion. Eine Grundlagenkritik der Auslassungen biologistischer Aussagen über den Menschen.
Referent_in: J. Djuren, Anarchist und Wissenschaftstheoretiker
27.5.2013
Neuromythologie
Auch wenn die “Neuen Wissenschaften des Gehirns” in der Öffentlichkeit gerne den selbstsicheren Auftritt pflegen – die Diskrepanz zwischen proklamierter lebensweltlicher Relevanz und der Belastbarkeit der empirischen Daten ist beträchtlich. Der Neuromythologie-Vortrag beschäftigt sich mit den historischen Ursachen und den gesellschaftlichen Auswirkungen des neuroscientific turns. Eine grundlegende Kritik am Welterklärungsanspruch der Neurowissenschaften.
Referent_in: Dr. F. Hasler, Forschungsassistent an der Berlin School of Mind and Brain der Humboldt-Universität zu Berlin
3.6.2013
Der niedergeschlagene Mensch
Eine aktuelle Kritik der rein biologistischen Sicht auf Depression unter Aufgriff einer Kritik an einer Gesellschaft, die Menschen immer stärkeren funktionalen Zwängen aussetzt und dabei noch lächelnde Begeisterung für jede Zumutung fordert – selbstbestimmt, mit Begeisterung, die fremdbestimmten Anforderungen zu erfüllen.
Referent_in: Dr. Ch. Jurk, Sozialarbeiterin, Sozialwissenschaftlerin, Lehrbeauftragte an den Fachhochschulen Wiesbaden und Frankfurt
17.6.2013
Das Nutzlose wird siegen
Warum genießen wir Horror? Eine kulturwissenschaftlich-soziologische Kritik gängiger Erklärungen (Evolutionsbiologie / Tiefenpsychologie / kognitivistische Ansätze) und eine alternative Sichtweise am Beispiel von Filmausschnitten aktueller Zombiefilme. Die Veranstaltung wird die Notwendigkeit aufzeigen, kulturelle Phänomene auch als solche zu diskutieren und die Grenzen biologistischer Erklärungen am konkreten filmwissenschaftlichen Beispiel verdeutlichen.
Referent_in: B. Moldenhauer, Studium der Soziologie, Kulturwissenschaft und Philosophie in Bremen und Wien


