(Un)Sichtbarkeit der unbezahlten Hausarbeit

“Geschichten von Unsichtbarkeit und Sichtbarmachungen. Eine Untersuchung zur unbezahlten Arbeit im Fordismus und Postfordismus.” Das ist der Titel des Vortrages von Anna Hartmann im Rahmen unserer Reihe am kommenden Dienstag, den 21.6.¬† Sie wird sich damit befassen, wie sich im Laufe der Transformation von Fordismus zu Postfordismus auch die wirtschaftspolitische Einbindung und Sichtbarkeit der unbezahlten Hausarbeit ver√§nderte. War sie in der fordistischen Akkumulations- und Regulationsweise √∂ffentlich wahrnehmbar, zeigt sich heute ein ganz anderes Bild. Durch Gleichstellungspolitiken und die postfordistischen Sozial-, Arbeitsmarkt- und Familienpolitik werden Frauen zur Aufnahme einer Erwerbsarbeit und einer individuellen Existenzsicherung gezwungen. Die unbezahlte Hausarbeit wird dabei jedoch nicht, wie einige Feministinnen der neuen Frauenbewegung forderten, geschlechtergerecht verteilt, oder gar sozialstaatlich integriert, vielmehr verschwindet sie hinter erh√∂htem Erwerbszwang und verbleibt bei Frauen als eine individuell zu organisierende Belastung.

Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr c.t. und findet im Institut f√ľr Soziologie der Uni Hannover in Raum A310 statt.

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