Gender lost in translation

Montag, 7. Mai 2012 17:07

Gender Mainstreaming ist mittlerweile zu einem Modebegriff in entwicklungspolitischen Zusammenhängen und darüber hinaus geworden. Doch was bedeutet Gender Mainstreaming eigentlich, woher kommt dieses Konzept und inwiefern hat es überhaupt noch das Potential Geschlechterverhältnisse aufzudecken und zu verändern? Diese und andere Fragen wird Friederike Beier in ihrem Vortrag am Beispiel der Umsetzung von Gender Mainstreaming in Kambodscha beleuchten.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 5. Juni, um 18.00 Uhr (c.t.) in den Räumen des Instituts für Soziologie der LUH – Im Moore 21, Raum A 210 – statt.

Neues aus Ă„gypten…

Sonntag, 15. Januar 2012 21:04

Sexualisierte Belästigung Ă„gypten – ĂĽber aktuelle Debatten und gesellschaftliche Platzanweiser.

Referentin: Claudia Froböse, Dipl. Sozialwiss.

Mit den jüngsten Medienbildern von übergriffigen Soldaten und belästigten Demonstrantinnen ist dem Phänomen sexualisierter Übergriffe im öffentlichen Raum Ägyptens die Aufmerksamkeit zugekommen, die trotz Bekanntheit des Phänomens eher ausbleibt. Immer wieder beschweren sich Touristinnen, aber auch Ägypterinnen über das gehäufte Vorkommen von sexualisierter Belästigung. Der kommende Vortrag von Claudia Froböse wird am 24. Januar diesem Phänomen nachspüren und auf aktuelle ägyptische Debatten hierüber zu sprechen kommen. Die Referentin wird Geschlechterrollen und Zuschreibungen anhand der ägyptischen Verhältnisse untersuchen und fragen, inwieweit sich innerhalb der Erklärungsansätze gegen sexualisierte Belästigung wiederum Festschreibungen finden lassen, die dazu dienen könnten, Hierarchien zwischen den Geschlechtern in Ägypten dauerhaft aufrecht zu erhalten.

Der Vortrag findet wie gewohnt in den Räumen des Instituts fĂĽr Soziologie der LUH – Raum A 310 – statt und wird wie gewohnt 18 Uhr (c.t.) beginnen. Wo das Institut ist, seht ihr hier.

Es geht weiter…

Freitag, 23. Dezember 2011 23:45

Wir laden euch hiermit herzlich zu unserer ersten Veranstaltung im Jahr 2012 ein und freuen uns auf einen Vortrag von Claudia Froböse. Auch ihr Vortrag basiert auf ihrer Abschlussarbeit und wird sich mit dem Thema sexualisierte Belästigung an Frauen in Ă„gypten befassen. Merkt euch also schon mal den Termin vor: Dienstag, der 24. Januar 2012, um 18.00 Uhr c.t. Mehr Infos (z. B. wo genau die Veranstaltung stattfinden wird) gibt’s dann Anfang Januar.

Wir melden uns zurĂĽck

Montag, 7. November 2011 12:43

Unsere Sommerpause hat in diesem Jahr zugegebenermaßen ein wenig länger gedauert. Das lag nicht am schlechten Wetter oder langen Reisen in ferne Länder, sondern eher daran, dass wir beide mit anderen Projekten wie der Suche nach einem Job und der Arbeit an der Promotion beschäftigt waren. Inzwischen hat sich aber vieles geklärt und so ist endlich wieder Zeit für Gender Studies Revisited – und für eine Aktualisierung der Seite.

Das Buch

Ein Grund dafür, dass wir die Vorlesungsreihe im Wintersemester 2011/2012 nicht in der bisherigen Form fortgesetzt haben, ist, dass wir derzeit an einer Veröffentlichung der Vorträge aus den vergangenen beiden Semestern arbeiten. Die Projekte, die im Rahmen des ehemaligen Studienschwerpunkts Gender Studies entstanden sind, sollen einem noch größeren Kreis zugänglich gemacht werden und noch einmal darauf aufmerksam machen, was durch die Abschaffung der Gender Studies an Vielfalt verloren gegangen ist. Das Buch wird voraussichtlich Mitte nächsten Jahres veröffentlicht werden

Die Veranstaltung

Ganz können wir es aber nicht sein lassen, das mit den Veranstaltungen. Deshalb planen wir für Mitte/Ende Januar eine Veranstaltung, bei der wieder ein_e (Nachwuchs)Wissenschaftler_in der Universität Hannover von seiner_ihrer Arbeit berichten wird. Wann, wo und mit wem die Veranstaltung stattfindet wird, wird sich in den nächsten Wochen klären.

Terminhinweise

Neben einigen kleineren Aktualisierungen auf der Homepage haben wir auch die Hinweise auf Veranstaltungen anderer Gruppen und Institutionen aktualisiert. Schaut einfach mal vorbei – und schickt uns einfach eine Mail, wenn Ihr selbst Terminhinweise habt. Wir nehmen sie gerne auf.

Wir machen Sommerpause!

Sonntag, 24. Juli 2011 23:58

Nach einem weiteren Semester mit Gender Studies Revisited machen wir in den nächsten Wochen eine kleine Sommerpause. In dieser Zeit werden wir uns nicht nur die Sonne auf den Bauch scheinen lassen – wir werden sie auch dafĂĽr nutzen, uns Gedanken ĂĽber weitere Veranstaltungen und Projekte zu machen. Die eine oder andere Idee gibt es schon – wie es mit diesen Ideen weitergeht, könnt ihr hier bald lesen!

Was nun? Gender Studies an der Uni Hannover

Dienstag, 28. Juni 2011 22:25

Ein Jahr mit spannenden und vielfältigen Vorträgen von Absolvent_innen der Gender Studies an der Leibniz Universität Hannover und vielen angeregten Diskussionen liegt nun hinter uns und die Tatsache, dass die Gender Studies abgeschafft wurden, empört uns noch immer. Deshalb werfen wir in unserer Abschlussveranstaltung die Frage aller Fragen auf: Was nun? Gemeinsam mit euch wollen wir in diesem Workshop diskutieren und überlegen, wie es weitergehen kann.

Los geht’s am Dienstag, den 5.7., wie immer um 18.00 Uhr c.t. in Raum A310 im Institut fĂĽr Soziologie (Im Moore 21).

(Un)Sichtbarkeit der unbezahlten Hausarbeit

Sonntag, 19. Juni 2011 11:11

“Geschichten von Unsichtbarkeit und Sichtbarmachungen. Eine Untersuchung zur unbezahlten Arbeit im Fordismus und Postfordismus.” Das ist der Titel des Vortrages von Anna Hartmann im Rahmen unserer Reihe am kommenden Dienstag, den 21.6.  Sie wird sich damit befassen, wie sich im Laufe der Transformation von Fordismus zu Postfordismus auch die wirtschaftspolitische Einbindung und Sichtbarkeit der unbezahlten Hausarbeit veränderte. War sie in der fordistischen Akkumulations- und Regulationsweise öffentlich wahrnehmbar, zeigt sich heute ein ganz anderes Bild. Durch Gleichstellungspolitiken und die postfordistischen Sozial-, Arbeitsmarkt- und Familienpolitik werden Frauen zur Aufnahme einer Erwerbsarbeit und einer individuellen Existenzsicherung gezwungen. Die unbezahlte Hausarbeit wird dabei jedoch nicht, wie einige Feministinnen der neuen Frauenbewegung forderten, geschlechtergerecht verteilt, oder gar sozialstaatlich integriert, vielmehr verschwindet sie hinter erhöhtem Erwerbszwang und verbleibt bei Frauen als eine individuell zu organisierende Belastung.

Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr c.t. und findet im Institut fĂĽr Soziologie der Uni Hannover in Raum A310 statt.

Arbeitsteilung und Reproduktionshandeln…

Freitag, 3. Juni 2011 13:42

… Beharrungstendenzen im Geschlechterverhältnis? Das ist die Frage, mit der sich unsere Referentin Lisa Kellermann im Rahmen ihres Vortrages am kommenden Dienstag, den 7. Juni, beschäftigen wird: Währenddessen egalitäre Einstellungen bezĂĽglich der Geschlechterrollen gesellschaftlich auf dem Vormarsch sind, “hinken” die sozialen Praktiken der familiären Arbeitsteilung den “modernen” Geschlechterbildern weit hinterher. Im Gegenteil scheint sich die Doppelbelastung der Frauen tendenziell noch zu erhöhen, gerade wenn (hoch)qualifizierte – Frauen dem Druck ausgesetzt sind, den VerfĂĽgbarkeits- und FlexibilitätsansprĂĽchen der Arbeitswelt zu entsprechen. Im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen steht Frauen hierfĂĽr zumeist keine Konstellation zur VerfĂĽgung, dass ihnen etwa ein_e Partner_in den RĂĽcken fĂĽr berufliches Engagement „freihält“. Ohne dieses GefĂĽge jedoch scheint eine berufliche Etablierung weiterhin kaum möglich zu sein. Wie die Chancen stehen, dass die skizzierten Veränderungen dennoch zu Verschiebungen hin zu mehr Gleichberechtigung im Geschlechterverhältnis fĂĽhren und die “Krise des Reproduktionsmodells” eine Vorhersage bleibt, will dieser Vortrag nachgehen.

Los geht es wie immer um 18.00 Uhr c.t. im Raum A310, Im Moore 21.

Performing Subjects within Structures?

Sonntag, 22. Mai 2011 18:41

Ein Theorievergleich ist das Thema unseres nächsten Vortrages. Unsere Referentin Stefanie Weuffen vergleicht Geschlecht bei Judith Butler und Axeli Knapp/Regina Becker-Schmidt.

Die prominenteste Vertreterin des Poststrukturalismus, Judith Butler, hat mit ihren Arbeiten zu Geschlecht, Identität und Subjektkonstitution zweifelsohne einen viel diskutierten Paradigmenwechsel innerhalb der Gender Studies ausgelöst. Doch die von ihr entworfene Pluralisierung und Verflüssigung von (Geschlechts)Identitäten blieb nicht unumstritten. Insbesondere Fragen nach der politischen Handlungsfähigkeit der Individuen wurden virulent. Anders ausgedrückt, wie ist Zweigeschlechtlichkeit als soziale Struktur auf der einen und die Subjektkonstitution auf der anderen Seite zu denken und wie sind sie mit einander vermittelt? Wie lässt sich die Kategorie Geschlecht gesellschaftstheoretisch fassen? Becker-Schmidt/Knapp bieten mit ihrem Ansatz Geschlecht als Strukturkategorien zu fassen eine produktive Lösung. Der Vortrag zeigt sowohl die produktiven Möglichkeiten als auch die Grenzen, die in der Verbindung beider theoretischer Zugängen liegen.

Los geht es am kommenden Dienstag, den 24.5., um 18.00 Uhr c.t. – dieses Mal in Raum A416.

Sozial, neoliberal, geschlechtsneutral?

Mittwoch, 4. Mai 2011 19:27

In ungewohnt großen Schritten geht es diesmal voran: Schon nächste Woche, am 10. Mai, findet unsere nächste Veranstaltung statt. Der Titel diesmal:

Soziale “Sicherung” – sozial, neoliberal, geschlechtsneutral? Widersprüche der Sozialstaatsreformen.

Mit der rot-grünen Koalition unter Gerhard Schröder wird ein – oft als „neoliberal“ bezeichneter – paradigmatischer Wandel in der Sozialpolitik verbunden. Der Vortrag wird die programmatischen Veränderungen der Sozialpolitik anhand ausgewählter Aspekte der Sozialstaatsreformen seit Rot-Grün aus einer Geschlechterperspektive betrachten und die Auswirkungen der Reformen auf Frauen skizzieren. Schließlich wird versucht auf die im Titel gestellte Frage zu antworten, wie sozial, neoliberal und „geschlechtsneutral“ die Reformen letztlich sind.

Referentin: Karoline Dietel, BA. Soz.Wiss.

Los geht es um 18.00 Uhr in Raum A310 im Institut für Soziologie der Leibniz Universität Hannover.